Ziehung der Gewinner Mai 2017

Unter allen Teilnehmern der Umfrage zum Technischen Bodenschutz wurden 10 Gewinner ausgelost. Sie erhalten entweder ein Exemplar der Feldgefügeansprache für den Praktiker oder einen neuen Spaten.

Wir danken allen, die an der Umfrage teilgenommen haben und uns somit unterstützt haben!

Gärrestausbringung März 2017

Auf unseren SOILAssist Versuchsflächen fanden vom 14.-17.03.2017 umfangreiche Messungen zu unterschiedlichen Gülle- und Gärrestausbringtechniken zum Silomais statt. Ziel dieser Untersuchungen war es, den Einfluss unterschiedlicher Technikvarianten auf die Bodenstruktur und die Veränderung von Bodenfunktionen zu untersuchen. Besonders im Frühjahr, in dem die Gülleausbringung stattfindet und auch durch die Änderungen der Düngeverordnung vermehrt stattfinden wird, weisen die Böden häufig erhöhte und damit in Bezug auf Bodenverdichtung kritische Bodenfeuchtewerte auf. In Hinblick auf eine möglichst bodenschonende Befahrung ist die Wahl der Technikvariante sowie der entsprechend angepassten Maschinenparameter entscheidend. Die untersuchten Technikvarianten bilden die Bandbreite der Gülleausbringung in der Praxis ab:  

  • Traktor mit Tandemgüllefass (ohne Einarbeitung)
  • Selbstfahrer mit Hundeganglenkung und Gülleschlitzgerät
  • Traktor mit Gülleverschlauchung  und Grubberinjektion

Um eine saubere Bodenprobenahme zu gewährleisten, wurden während der Messungen keine Gärreste ausgebracht. Der Selbstfahrer und der Traktor mit Tandemfass sind dafür mit vollem Tank, jedoch ohne die Gärreste auszubringen, über die Messstelle gefahren; der Traktor mit der Verschlauchungstechnik entsprechend auch.

Die letztendliche Düngung des Feldes wurde vor der Maisaussaat mit der Gülleverschlauchung im April durchgeführt.

Erntekampagnen 2016

Silomaisernte September 2016

Am 27.09.2016 wurde auf einer SOILAssist Versuchsfläche in Adenstedt die Silomaisernte durchgeführt.

An der Ernte waren der Versuchstraktor (New Holland T7.270), ein von New Holland zur Verfügung gestellter Maishäcksler (FR550 Forage Cruiser) sowie ein Rollband-Abschiebewagen (Joskin Drakkar 7600) beteiligt. Weiterhin wurden eine Bunkermaus (Ropa Nawaro Bunkermaus System Palandt) zum Überladen am Feldrand von Lohnunternehmer J.-H. Deike und LKWs zum Transport zur Biogasanlage genutzt. Das anschließende Mulchen der Maisstoppeln erfolgte mit einem Traktor (New Holland M160), der jeweils mit einem Front- und Seitenanbaumulcher (Agrimaster und Müthing) ausgestattet war.

Im Verlauf der Maisernte konzentrierten sich die Befahrungsversuche auf die Ermittlung von Bodendruck und -setzung. Zur Einrichtung der Messstelle war eine Profilgrube erforderlich. Die Sensoren wurden mithilfe eines Einbaurahmens in drei unterschiedlichen Tiefen installiert. Anschließend konnte die präparierte Messstelle von der Erntekette überrollt werden. Um den Einfluss der Befahrungen auch auf die Bodenfunktionen untersuchen zu können, fand bereits vor der Ernte eine Bodenprobenahme im unbefahrenen Zustand statt. Anschließend wurde der Boden nach der Ernte bzw. Überrollung mit der gesamten Häckselkette beprobt. Die ungestörten Bodenproben wurden im bodenphysikalischen Labor untersucht.

Mithilfe von mobilen Fuhrwerkswaagen am Feldrand konnte das genaue Gewicht der auf dem Feld eingesetzten Maschinen ermittelt werden. Die Kenntnis des Gewichtes bzw. der Radlast ist neben weiteren Parametern, wie dem Reifeninnendruck oder der Anzahl der Überrollungen, wichtig für die Befahrungsversuche und damit für die Bewertung des Einflusses der unterschiedlichen Maschinen auf den Boden. Die Bodendruck- und Bodensetzungsmessungen zeigen uns direkt die Auswirkungen der aktuellen Befahrung auf den Boden. Die Untersuchungen an Stechzylindern im Labor geben uns im Nachgang Auskunft darüber, ob Leitfähigkeitsfunktionen für Wasser und Luft durch die Befahrung beeinflusst wurden und ob evtl. eine Schädigung stattgefunden hat. Hieraus können unterschiedliche Belastungssituationen bei der Befahrung von Ackerflächen besser bewertet werden und entsprechende Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.


Zuckerrübenernte Oktober 2016

Die Zuckerrübenernte im Projekt SOILAssist fand am 24.10.2016 in Adenstedt statt.

Der von der Maschinengenossenschaft Ambergau zur Verfügung gestellte selbstfahrende Zuckerrübenroder war ein REXOR 630, ein 6-reihiger Roder mit 3 Achsen und einem Bunkervolumen von 30 Tonnen. Dieser wurde von der Firma Grimme im Vorfeld der Versuche für das Projekt SOILAssist angepasst, indem z.B. ein Messsystem zur Feststellung des Bunkerfüllstandes eingebaut und eine entsprechende Software zur Aufzeichnung der Werte und weiterer Maschinendaten integriert wurde.

Die Befahrungsversuche erfolgten mit den Varianten vollem und halbvollem Bunker. Auch  bei dieser Ernte wurde der Boden im unbefahrenen Zustand vor der Ernte und im überrollten und befahrenen Zustand nach der Ernte beprobt. Neben der Bodenprobenahme fanden zusätzlich Infiltrationsversuche statt. Da die Zuckerrüben im Vorgewende als Miete gelagert werden, fährt der Roder zum Leeren des Bunkers wiederholt direkt an der Miete entlang. Dadurch wird der Boden im Vorgewende stark belastet (hohe Radlast kombiniert mit hoher Überrollhäufigkeit). Um auch diese Auswirkungen zu untersuchen, wurden im Vorgewende ebenfalls vor und nach der Ernte Bodenproben entnommen.

Um das Gewicht bzw. die Radlast des Rübenroders mit vollem und halbvollem Bunker für die Befahrungsversuche ermitteln zu können, wurden mobile Fuhrwerkswaagen am Feldrand genutzt und die Lasten für jedes Rad achsweise bestimmt. Zusätzlich erfolgte die Messung der Radaufstandsfläche, die neben dem Reifeninnendruck und der Radlast einen weiteren wichtigen Parameter darstellt. Dazu mussten die Reifen der drei Achsen mithilfe von Kreidepulver von allen Seiten markiert und umstäubt werden. Der so entstehende Reifenabdruck konnte anschließend auf einer Folie abgezeichnet werden. Die komplette Aufstandsfläche des Reifens inkl. der Stollenauflage wird somit bestimmt.

Die Untersuchungen von Bodendruck und Bodensetzung sowie ungestörten Stechzylindern in Kombination mit der Aufnahme der jeweiligen Befahrungssituation und der entsprechenden Position auf dem Feld (RTK-GPS) erlaubt weiterhin eine räumliche Zuordnung von Bodenbelastungen und Belastungs-hot-spots während der Ernte. Die Betrachtung eines Feldes über mehrere Jahre ermöglicht darüber hinaus, Aussagen über die Bodenbelastungen einer gesamten Fruchtfolge bzw. unterschiedlicher Kulturfolgen. Daher arbeiten wir in SOILAssist auf mehreren Feldern gleichzeitig, um auf der einen Seite jede Kultur auch in jedem Jahr untersuchen zu können und auf der anderen Seite die gesamte Fruchtfolge eines Feldes abzubilden sowie die Akkumulation der Belastungen über die Zeit zu ergründen.

SOILAssist Projekttreffen in Adenstedt

Vom 08. bis 09. September trafen sich das SOILAssist Projektteam, Vertreter des BonaRes Zentrums und des Projektträgers Jülich sowie Firmenvertreter der Firma Grimme. Das Treffen fand am Versuchsstandort Adenstedt statt, sodass neben den Vorträgen und Diskussionen auch eine Besichtigung der Versuchsflächen zum Themenprogramm gehörte. Die Teilnehmer stellten ihre Arbeiten im Projekt vor und tauschten sich über den derzeitigen Stand sowie zukünftige Aufgaben aus.

Von den Projektpartnern wurde am ersten Tag ein Überblick zum Assistenzsystem, dem Sensorsystem und dem Planungssystem sowie zur räumlichen Modellierung gegeben. Eine Live-Demo eines Prototyps des Planungssystems mit Graphical User Interface wurde vorgeführt. Am Nachmittag stand eine Besichtigung der Versuchsflächen des Projektes auf dem Programm. Hierbei wurde die eigens für das Projekt aufgebaute Wetterstation vorgestellt sowie die Funktionsweise der einzelnen Geräte erklärt. Die Bodenverhältnisse des Versuchsstandortes wurden anhand einer Bodenprofilgrube erläutert und eine Bodenprofilansprache durchgeführt.

Bei der Felddemonstration der Funktionsweise eines Tiefenlockerers wurden die Vor- und Nachteile einer Tiefenlockerung im Hinblick auf Bodenverdichtungsprozesse diskutiert. Hierbei wurde auch eine kleine Grube freigelegt, an der die Feldgefügeansprache für den Praktiker vorgestellt wurde. Am New Holland Versuchsschlepper konnte eine erste Version des Sensorsystems im Reifen und dessen Einbindung in das Assistenzsystem auf einem Tablet in der Schlepperkabine präsentiert werden.

Am zweiten Tag stellten die Projektpartner die Themenpunkte sozioökonomische Bewertung des Projektes sowie die Akzeptanz und Implementierung von Bodenschutzmaßnahmen vor. Weiterhin präsentierten die Vertreter des BonaRes Zentrums ihre wesentlichen Aufgaben. Die Hauptaufgabe des Zentrums ist die projektübergreifende Koordination. Zusätzlich werden Modelle und Werkzeuge entwickelt, die den Einfluss von Landnutzungsmaßnahmen auf das System Boden beschreiben. Weiterhin gehören das Datenzentrum, das das Datenmanagement und eine Zusammenführung von Daten aus der Bodenforschung in eine zentrale Datenbank für die Bodenwissenschaften umfasst sowie ein Portal als webbasierte Schnittstelle für Wissen, Information und Service zum Tätigkeitsbereich.

Neben der anschließenden Besprechung der anstehenden Feldversuche in diesem Jahr brachte insbesondere die Abschlussdiskussion zu den Kernfragen und Themen des Projektes wichtige Anregungen für das Projektteam.

BonaRes Statusseminar Leipzig

Am 14. und 15. November 2016 fand in Leipzig das Statusseminar der BMBF-Förderinitiative "Böden als nachhaltige Ressource für die Bioökonomie" statt. Neben den anderen neun Projektverbünden war auch das Team von SOILAssist beteiligt und stellte das Projekt sowie erste Ergebnisse daraus vor.

 BonaRes News Statusseminar Leipzig

Plant 2030/BonaRes Statusseminar Potsdam

Vom 14. bis 16. März 2016 fand in Potsdam das PLANT 2030 Status Seminar statt. Als Projekt des Förderprogrammes des BMBF nahm auch SOILAssist teil. Neben einer Posterpräsentation stellte das Team von SOILAssist sein Vorhaben vor.